Warum hält man Schnecken als Haustiere?

 

 

Schnecken werden zu Unrecht als "eklig" bezeichnet. Achatschnecken hinterlassen auf der Hand keinen Schleim, sie sind kalt und nass, und bieten unglaublich viele verschiedene taktile Reize auf der Haut, vom Festsaugen bis zum Weiterkriechen. Kinder und auch viele erwachsene Menschen sind fasziniert von den Tieren und trennen sich ungern nach einer Einheit von ihnen.


Täglich sehen wir Schnecken in der Wiese kriechen, doch nehmen wir diese gar nicht wahr. Wie interessant es sein kann, Schnecken mit der Lupe zu erkunden, sie beim Fressen zu beobachten oder beim Vorankommen, was wirklich langsam aussieht, obwohl das Tier beachtliche Strecken zurücklegt, wie geschickt sie über Hindernisse kriechen und wie kräftig sich diese Tiere festsaugen können!


In der Tiergestützten Pädagogik sind diese Tiere sehr wertvoll, sie ermöglichen selbstgesteuertes Lernen, öffnen uns ein Stück weit wieder die Augen für unsere Umwelt. Nachdem nun viele Menschen meine Tiere kennen, erzählen sie mir oft, welch schöne Schnecken sie beim Wandern o.ä. gesehen haben.


Natürlich ist der freie Kontakt mit Tieren der ideale Weg. Das heißt, ich gehe mit den KlientInnen in die Natur und suche nach verschiedenen Schnecken. Für viele Menschen ist dies aber nicht möglich, somit bringt der Besuch der Schnecke ein Stück Natur in ihr Leben.

 

Durch die geschmeidigen, langsamen Bewegungen der Schnecke kommen viele Menschen selbst zur Ruhe und nehmen sich Zeit um zu beobachten. Die Schnelligkeit des Lebens wird für Momente verlangsamt, man  nimmt sich Zeit, bewusst inne zu halten.

 

Schnecken sind "relativ" anspruchslose Haustiere. Sie benötigen ein ausreichend großes Terrarium mit Cocoserde, die immer feucht sein sollte und mit Calcium angereichert werden muss. Eine Sepiaschale muss ebenfalls immer vorhanden sein. Die Schnecken fressen eigentlich jedes Obst und Gemüse gerne, natürlich haben die einzelnen Tiere Vorlieben. Einmal pro Woche erhalten unsere Tiere eingeweichtes Hunde- oder Katzenfutter.


Buchtipp: Andreas Leiß, Achatschnecken, Natur und Tier – Verlag Gmbh, 2007

 

Übrigens: Wir haben laufend Jungtiere abzugeben.
Bei Interesse einfach melden!

 

 

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